Die lausitz - ein ort der veränderung

Die Region, die wir heute Lausitz nennen, hat sich in den letzten Jahrhunderten stark verändert. Wir haben uns in zwei Gruppen mit der historischen und wirtschaftlichen Entwicklung vor und nach 1850 auseinandergesetzt.

Vor 1800

Ein Beitrag von Toni Ralph Paetsch, Elvis Nowotnki, Jonas Tzeuschner, Maximilian Loferer, Jula Kampa, Nelly Nicht und Manuel Scholze.

 

Wenn wir von "der Lausitz" sprechen, meinen wir eigentlich die Ober- und die Niederlausitz als eigene Regionen, welche sich sehr verschieden entwickelt haben. Wir haben uns konkret mit der Oberlausitz und besonderen historischen Ereignissen und wirtschaftlichen Standorten auseinandergesetzt.

 

 

11. Jahrhundert v. Chr. bis 7. Jahrhundert n. Chr.

 

In dieser Zeitspanne war die Oberlausitz sehr dünn besiedelt, was bedeutet, dass es nur wenige Menschen gab, die sich hier niedergelassen haben. Es gab mehrere größere Siedlungsphasen, in denen Menschen aus dem Neißetal, Böhmen sowie slawische Stämme aus dem Osten einwanderten. 

 

 

 

10. bis 17. Jahrhundert

 

In dieser Zeitspanne hat sich die Oberlausitz politisch, wirtschaftlich und religiös stark verändert, da verschiedene Herrscher die Region regierten und beeinflussten. Besonders im 10. Jahrhundert wurde ein ansässiger Stamm (Stamm der Milzener) unterworfen und missioniert. Das bedeutet, dass die Territorien der Milzener nun dem neuen Herrscher gehörten und sie auch die Religion dieses Herrschers annehmen mussten. Ab dem 10. Jahrhundert gehörte nun die Oberlausitz zum Bistum Meißen.

 

Der deutsche König konnte entscheiden, wer dieses Markgraftum Oberlausitz verwalten durfte. Somit blieb das Land weiterhin eine eigene Region, wurde aber von verschiedenen Markgrafen, Königen und Kaisern regiert. Im 12. Jahrhundert wurde die Oberlausitz jedoch schließlich den Böhmen zuerkannt. Unter böhmischer Herrschatf entwickelten sich viele bekannte Städte und Kirchen und Klöster.

 

Unter der Regierung von Karl IV. (deutscher König, König von Böhmen und späterer Kaiser) wurde der Sechsstädtebund (auch "Land der Sechststädte")  gegründet. Im Jahr 1346 schlossen sich die königlichen Stäfte Bautzen, Görlitz, Löbau, Kamenz, Lauban und Zittau zusammen und sollten gemeinsam gegen das Rittertum und die Straßenräuberei kämpfen. Zusätzlich hatten sie rechtliche und wirtschaftliche Vorteile. Durch diesen Bund wurde das politische System des Markgraftums Oberlausitz etabliert.

 

Regionale Besonderheiten

 

In diesem Zeitraum, besonders im 13.Jahrhundert, entwickelten sich Wirtschaft der Region weiter. So wurde eine Fischerei in Königswartha sowie in Ostriz die Klöster Marienthal und Marienstern gegründet. Im gleichen Zeitraum wurde die Bierbrauerei in Wittichenau aufgebaut.

 

1405 traten die Tuchmacher in der Lausitz als geschlossene Zunft auf. Des Weiteren galten Dresden, Bischofswerda und Batzen als große Garnmärkte.

 

Im 17. Jahrhundert wurde Weißenberg mit dem Handel von Schießpulver und Gewürzen bekannt und in Eibau wurde eine Schänkerei mit Gasthaus eröffnet. 

 

Ab 1800 (und einfluss der Braunkohle)

Ein Beitrag von Anton Koch, Leopold Augustus Nagel, Abbas Yassine und Florian Josef Zschorlich.

 

Durch die industrielle Revolution wurde der Grundstein für den wirtschaftlichen Aufschwung und den Abbau von Braunkohle gelegt. Besonders der Ausbau des Eisenbahnnetzes bot neue Möglichkeiten. Die Strecken Berlin-Presslau (1846), Dresden-Görlitz (1847), Berlin-Görlitz (1867) ermöglichten einen schnellen Transport von Gütern aus der Lausitz und Gütern in die Lausitz. 

 

Dazu zählten zum Beispiel:

- Produkte aus der Weinbrennerei Wittichenau (1842)

- Waren der Weberi in Großschönau (1834)

- Produkte aus der Land- und Forstwirtschaft

 

Ab 1850 wurde auch von Privatleuten nach Braunkohle in alten Kupfer- und Zinnminen nach Kohle gesucht. Die Braunkohle und die Lausitz haben eine gemeinsame Geschichte. Seit über 150 Jahren nutzen Menschen aus der Region diesen Rohstoff, auch wenn der Abbau von Braunkohle schwerwiegende Folgen für die Umwelt und für die Menschen hat. Braunkohle wurde im 20. Jahrhundert, besonders in der DDR, zu einem der wichtigsten Produkte und galt als Energieträger Nummer 1. Für den Abbau wurden ca. 250 Dörfer mit 80.000 Menschen zwangsumgesiedelt. Darunter waren viele sorbische Dörfer. Mit der Wende 1989 ergaben sich für den Braunkohleabbau viele Veränderungen, da Bürgerinnen und Bürger die Stoppung der Umweltverschmutzung forderten. Zu diesem Zeitpunkt waren 80.000 Menschen in Bereich Braunkohle tätig, wovon viele nach der Schließung von Tagebauen, Fabriken und Kraftwerken arbeitslos wurden. Viele der alten Tagebaue wurden mit Wasser geflutet und sind heute Seen oder Teiche.

 

Mittlerweile fordern wieder Menschen den Ausstieg aus der Braunkohle. Es kann aber sein, dass der Ausstieg nicht rechtzeitig geschafft wird und die Klimaziele nicht erreicht werden. Trotzdem muss daran gedacht werden, dass gerade 11.000 Menschen noch in der Braunkohlebranche arbeiten.

 

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