Kleine Studenten sind mit Lerneifer dabei
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Foto: Katrin Demczenko

Dienstag, 19. Januar 2010
(Sächsische Zeitung)
Von Katrin Demczenko
Jahresauftakt-Veranstaltung der Kinder-Uni drehte sich am Sonnabend um Minerale.


„Ich weiß etwas!“ – Die Teilnehmer der Kinder-Uni arbeiteten am Sonnabend interessiert mit.

Hoyerswerda. Essbare Steine, wem fällt dazu ad hoc etwas ein? Die 14 Kinder jedenfalls, die am Sonnabend die erste Kinderuni des Jahres 2010 besuchten, betrachteten gespannt die ausgestellten Gesteinsproben. Peter Hildebrandt und Jürgen Kluge vom Naturwissenschaftlich-technischen Kinder- und Jugendzentrum (NATZ) erklärten, wie Minerale ins Wasser und unsere Nahrung kommen, und wozu der menschliche Körper sie überhaupt braucht.

Minerale sind Bestandteile von Gesteinen und stammen aus der Erde. Also wurde im Überblick die Entstehung unseres Planeten erklärt. Vor Milliarden Jahren verdichtete sich eine Gas- und Staubwolke, die schon alle chemischen Elemente enthielt. Große Gesteinsbrocken ballten sich zu glühenden Kugeln und so entstanden die Sonne, die Erde und alle Planeten unseres Sonnensystems. Diese werden durch die Schwerkraft auf ihren Bahnen gehalten. Über etwa eine Milliarde Jahre kühlte sich die Erde ab und bekam eine feste Oberfläche. Es bildeten sich Meere, Land und die Atmosphäre, die Voraussetzungen für Leben.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Wie kommen die Minerale nun aber in unseren Körper? Zuerst werden sie durch den Wasserkreislauf aus dem Gestein gewaschen und gelangen so in die Quellen. Damit werden sie Bestandteil des Trinkwassers. Wasser ist Wasser, war hier vielleicht der Gedanke manchen Kindes. Da dies eben nicht der Fall ist, durften sie probieren. Sie kosteten verschiedene Mineral- und Heilwässer, die ihnen mehr oder weniger gut schmeckten. Daraus ergab sich die Frage, woher der unterschiedliche Geschmack kommt. Die Kinder trugen zusammen, dass die Minerale selbst und die Tiefe des Wasserreservoirs der Quelle den Geschmack beeinflussen und dass Wasser aus verschiedenen Quellen anders schmeckt.

Lebenswichtige Elemente

Da alle Lebewesen Wasser zum Überleben brauchen, gelangen Minerale in alle Pflanzen und Tiere. Da der Mensch neben Wasser auch pflanzliche und tierische Nahrung zu sich nimmt, führt er sich auch auf diesem Weg Minerale oder Spurenelemente zu. Fehlen einige davon, wird der Mensch krank. Die Kinder erfuhren, welches Mineral welche Wirkung im menschlichen Körper erzeugt und welche Nahrungsmittel welche Minerale enthalten. Sie lernten auch, dass der menschliche Körper von diesen Spurenelementen nur einige Gramm oder Milligramm braucht. Wichtig war den Dozenten vor allem, dass naturbelassene Lebensmittel die meisten Minerale enthalten und daher vorrangig zu einer gesunden Ernährung gehören.

Sollten doch einmal Krankheitssymptome aufgrund eines fehlenden Spurenelements auftreten, schaffen Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe. Auch diese wurden von den Kindern verkostet und ihr Geschmack, der an Limonade erinnerte, erhöhte die Freude.

Dieser ungewöhnliche Ausflug in die Welt der Minerale machte die Kinder neugierig auf die Fächer Chemie und Biologie. Sie arbeiteten interessiert mit und brachten ihre Kenntnisse ein.

Die nächste Veranstaltung der Kinder-Uni-Reihe findet am 13. März wieder im NATZ (Liselotte-Herrmann-Straße 78 A) zum Thema „Schlaue Maschinen“ statt.